Treffpunkt Wissen - Europa denken und leben/Les rendez-vous du savoir - Penser et vivre l'Europe

Die Reihe „Europa denken und leben“ wurde im Januar 2016 vom Institut français München ins Leben gerufen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur deutsch-französischen Debatte zu leisten (Präsentationen und Gesprächsrunden – DENKEN, Ausstellungen und Konzerte – LEBEN).

Im Jahr 2017 beabsichtigt das Projekt eine gesteigerte öffentliche Sichtbarkeit, zum einen durch Einladung hochkarätiger Referenten, zum anderen durch die verstärkte Einbeziehung junger Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aus Schule und Universität in die inhaltliche Vorbereitung und die Ideengestaltung der Debatten, um sie für einen bürgernahen Austausch über Europa zu sensibilisieren, was dem ursprünglichen Projekt eine neue Konnotation verleihen wird: Europa leben heißt, persönlich an seiner Entstehung mitzuwirken. Das Vorhaben findet im Rahmen einer engen Kooperation mit mehreren lokalen Akteuren und starker Signalwirkung statt. Das Projekt, das dauerhaft bestehen soll, überschreitet den lokalen Münchner Raum hin zum interregionalen Projekt Bayern – Baden-Württemberg.

 

„Treffpunkt Wissen“ teilt sich in zwei Bereiche: „Die großen politischen und sozialen Herausforderungen“ (demokratische und institutionelle Legitimität; wirtschaftliche Orientierung und die Arbeitslosigkeit junger Menschen; Populismus; Ökologie) sowie „Werte und bürgerschaftliches Engagement“ (Laizität, Identität und Verbindung zu kulturellen Wurzeln; Dschihadismus und radikaler Islam; grenzüberschreitender Austausch). Es handelt sich um einen Zyklus von zehn zweisprachigen Debatten mit oder ohne Übersetzung, je nach dem Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Thematik. Sie berücksichtigen die geographischen Standorte beider Länder in Süddeutschland und bezwecken entweder die Stärkung der bestehenden Kooperation über noch unerforschte Themenfelder in Zusammenarbeit mit den örtlichen Hochschulen (München, Tübingen, Erlangen-Nürnberg, Heidelberg) oder die Gründung neuer Partnerschaften (Mannheim, Augsburg, Regensburg) und somit de facto unseren politischen Einfluss.

Das Projekt hat eine dreifache Bedeutung:

1. Die Einbeziehung der meisten Universitätsstädte, in denen unsere Institute ansässig sind, verleiht dem lokal durchgeführten Projekt eine überregionale Dimension und geht sogar darüber hinaus (Heidelberg, Regensburg/Passau, Augsburg);

2. Hervorgehend aus der traditionellen wissenschaftlichen Gemeinschaft und deren starker Einbeziehung wendet es sich, vor allem im Rahmen der angebotenen Themen-Workshops, an die Generation der 15 bis 25jährigen, wie an die breite Öffentlichkeit;

3. Gleichfalls stellt es eine Bereicherung der klassischen deutsch-französischen Debatte bezüglich der großen politischen, institutionellen und wirtschaftsgeographischen Streitfragen als auch hinsichtlich der europäischen Sicherheit dar und ermöglicht in acht von zehn Veranstaltungen die Annäherung an heikle und schwierige Themen, die die heutige europäische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit als auch insbesondere junge Menschen in Deutschland und Frankreich stark beunruhigen.

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