Französische Literaturpreise

Preis Goncourt

Der Prix Goncourt ist der bekannteste französische Literaturpreis, der 1896 erstmals vergeben wurde. Ab November jeder Jahre honoriert diesen Preis französischer Sprache Schriftstellern. Für Pas pleurer, einen Roman über den spanischen Bürgerkrieg, ist die Französin Lydie Salvayre am Mittwoch mit der Prix Goncourt, dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet worden. Das Buch von Pierre Lemaitre, dem Prix Goncourt 2013 erschien diesem Herbst unter dem Namen Wir sehen uns dort oben, beim Verlagshaus Klett-Cotta.

Preis Renaudot

Der Prix Renaudot ist einer der fünf großen französischen Literaturpreise, der 1926 erstmals vergeben wurde. 2014 erhielt David Foenkinos der Preis für Charlotte. Der Roman von Yann Moix, Naissance (Geburt) bekam der Prix Renaudot 2013. Jedoch hat er keinen deutschen Verlag.

Preis Femina

Prix Femina ist ein französischer Literaturpreis, der 1904 erstmals vergeben wurde, um einen anderen Antrag zu darstellen gegen den Prix Goncourt der nur Menschen widmen wurde. Die Haitianische Schriftstellerin Yanick Lahens bekam die Feminapreis 2014 mit ihrer Buch Bain de lune. 2013 erhielt Leonora Miano der Preis für La Saison de l’ombre (Die Saison der Schatten), die noch einen deutschen Verlag suche.

Grand Prix du Roman de l’Académie française

Der Grand Prix du Roman ist ein französischer Literaturpreis, der seit 1915 jeden Oktober von der Académie française für einen französischsprachigen Roman vergeben wird. 2014 erhielt Adrien Bosc der Preis für Constellation. Diese Roman wird ab Frühling 2016 bei Ullstein Verlag veröffentlicht.

Literaturnobelpreis

Der Nobelpreis für Literatur ist einer der fünf von Alfred Nobel gestifteten Preise, die „denen zugeteilt werden, die […] der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. 2014 erhielt den französische Schriftsteller Patrick Modiano der Preis.

Liste der Nobelpreisträgen

1901: Sully Prudhomme, „als Anerkennung seiner ausgezeichneten, auch noch in späteren Jahren an den Tag gelegten Verdienste als Schriftsteller und besonders seiner Dichtungen, die hohen Idealismus, künstlerische Vollendung und eine seltene Vereinigung von Herz und Geist bezeugen“.

1904: Frédéric Mistral, „mit Bezug auf die frische Ursprünglichkeit, das Geistreiche und Künstlerische in seiner Dichtung, die Natur und Volksleben seiner Heimat getreu widerspiegelt, sowie auf seine bedeutungsvolle Wirksamkeit als provenzalischer Philologe“.

1915: Romain Rolland, „als eine Huldigung für den erhabenen Idealismus seiner Verfasserschaft sowie für das Mitgefühl und die Wahrheit, mit der er verschiedenste Menschentypen zeichnet“.

1921: Anatole France, „als eine Anerkennung seiner glänzenden schriftstellerischen Tätigkeit, geprägt von edler Stilkunst, weitherziger Humanität, von Anmut und französischem Gemüt“.

1927: Henri Bergson, „als Anerkennung für seine reichen und belebenden Ideen und die glänzende Kunst, womit sie vorgetragen werden“.

1937: Roger Martin du Gard, „für die künstlerische Kraft und Wahrheit, womit er in der Romanserie ‚Les Thibault‘ menschliche Gegensätze und wesentliche Seiten des gegenwärtigen Lebens darstellte“.

1947: André Gide, „für seine weitumfassende und künstlerisch bedeutungsvolle Verfasserschaft, in welcher Fragen und Verhältnisse der Menschheit mit unerschrockener Wahrheitsliebe und psychologischem Scharfsinn dargestellt werden“.

1952: „für die durchdringende Seelenkenntnis und künstlerische Kraft, womit er in der Form des Romans das Drama des menschlichen Lebens deutet“.

1957: Albert Camus, „für seine bedeutungsvolle Verfasserschaft, die mit scharfsichtigem Ernst menschliche Gewissensprobleme in unserer Zeit beleuchtet“.

1960: Saint-John Perse, „für den hohen Flug und die bildschöpferischen Phantasien seiner Dichtung, die die Zeitlage visionär widerspiegelt“.

1964: Jean-Paul Sartre, „in Anerkennung seines schöpferischen schriftstellerischen Schaffens, dessen freiheitlicher Geist und dessen Suche nach Wahrheit einen weitreichenden Einfluss auf unser Zeitalter ausgeübt hat“.

1985: Claude Simon, „der in seinen Romanen das Schaffen eines Dichters und Malers mit vertieftem Zeitbewusstsein in der Schilderung menschlicher Grundbedingungen vereint“.

2000: Gao Xingjian, „für sein Werk von universaler Güte, bitterer Einsicht und sprachlichem Sinnreichtum“.

2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio, „dem Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, dem Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation“.

2014: Patrick Modiano, „für die Kunst der Erinnerung, mit der er die unbegreiflichsten menschlichen Schicksale wachgerufen und die Lebenswelt der Besatzungszeit durchschaubar gemacht hat“.